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SCHWEIZ: FRAUENPOWER GEGEN ATOMENERGIE
Dank der Frauenpower im Bundesrat wird die Schweizer Regierung Ende Mai mit großer Wahrscheinlichkeit einen historischen Entscheid fällen und den Ausstieg aus der Atomenergie...
WIE RADIOAKTIV IST MEINE BANK?
Für KundenInnen von Banken ist es nahezu unmöglich zu erfahren, welche Kredite vergeben werden und ob das angelegte Geld der KundInnen möglicherweise an internationale Atomkonzerne...
BILDER AUS EINER MÄNNERWELT
"Unter Kontrolle, ein eindringliches Sittengemälde des Atomzeitalters" bewerten die Tagesthemen Volker Sattels beeindruckende Innenansicht der deutschen Atomindustrie. In...
20 Jahre nach Tschernobyl scheint die Atomenergie einen neuen Aufschwung zu erleben. Das zeigt sich nicht nur daran, dass in Finnland der erste neue Atomreaktor (in Europa) nach Tschernobyl gebaut wird, oder dass 61 % der Forschungsmittel der EU im Energiebereich in Atomenergieforschung fließen, sondern auch daran, dass bei internationalen Verhandlungen Atomenergie als nachhaltige Energieproduktion und vor allem als Maßnahme zum Klimaschutz wieder zunehmend auf der Tagesordnung steht. Dabei ist die Alternative heute deutlicher als vor 20 Jahren: Energieeffizienz und erneuerbare Energien sind keine Frage des Geldes, sondern der bewussten Entscheidung für ein Leben ohne Risikotechnologien. Aber auch eine Änderung unserer Lebensstile, von Frauen ohnehin präferiert um dem Klimawandel vorzubeugen und Umweltschutz zu betreiben, muss weiterhin thematisiert werden (dürfen).
Aber nach wie vor sind es vorrangig Männern, die über die Energieproduktion entscheiden. Die besorgten Stimmen von Frauen verhallen ungehört. Nicht wenige behaupten, dass der demografische Wandel auch damit zusammenhängt, dass Frauen in eine unsichere (Um-)Welt keine Kinder hineingebären wollen.
Trotz all dieser Aktivitäten von Frauen und ihrer dezidierten Anti-Atom-Haltung tauchen sie bei den jetzt bereits geplanten Aktivitäten zum 20. Jahrestag des Reaktorunfalls kaum auf. Erstaunlicherweise werden Frauen weder als soziale Gruppe noch als Einzelpersonen erwähnt, noch ihre Arbeit gewürdigt. Auch bei den diversen Gedenkveranstaltungen zum 20. Jahrestag sind Männer in aller Regel unter sich - zumindest auf den Podien und als Vortragende.
Als Reaktion auf diese Ignoranz gegenüber denjenigen, die am vehementesten gegen Atomenergie eintreten, haben wir im Spätherbst letzten Jahres dazu aufgerufen, dass Sie uns Ihre Erinnerungen, Reaktionen, Einstellungen schicken.
Wir wollten wissen, wie Sie auf die Nachricht reagiert haben, dass radioaktive Niederschläge große Regionen Europas verseuchen. Wie dieser größte anzunehmende Unfall ihr Leben verändert hat und wie Sie die Risikotechnologie und die aktuellen Diskussionen über einen Ausbau der Atomenergie einschätzen.
Eine Auswahl der Reaktionen ist in dem Buch zusammengefasst: persönliche Erinnerungen an die Verunsicherung und die Wut, Berichte über den Widerstand damals und heute, Projekte und Visionen als Antwort auf den Reaktorunfall, Analysen der aktuellen Atompolitik und die Einstellungen der Frauen dazu. Die Beiträge berichten von der Situation in Deutschland und Europa, aber auch von den bewegenden Erlebnissen der Frauen am Ort des Geschehens: in der Ukraine, in Weißrussland, in Russland.
Das Buch ist im April 2006 erschienen, also pünktlich zum 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe am 26. April 2006.
Es kostet 19,90 EUR, hat die ISBN 3-8334-4592-0 und kann über den Buchhandel, im Internet über www.libri.de und www.amazon.de oder auch bei genanet bezogen werden.
Das Inhaltsverzeichnis finden Sie auf der Rückseite der Ankündigung. Wir freuen uns weiterhin, wenn Sie diese verbreiten, damit das Buch und damit die Frauen und ihre Aktivitäten gegen Atomkraft die gebührende Aufmerksamkeit erfahren.
Ankündigung A4 mit Inhaltsverzeichnis
Flyer A5 zum Auslegen / Bestellen (2-seitig, PDF 455 KB)